Anwendungsverfahren im Tiefbau


Beste Ergebnisse mit neuem Pumpenreinigungs-System bei PST Spezialtiefbau Süd GmbH

Unterwasserpumpen im Jungbrunnen

Lucas Cranach schuf 1546 das bekannte Bild vom Jungbrunnen, wo ältere Frauen in ein Bad steigen und durch Zauberkräfte verwandelt als junge Mädchen dem Wasser wieder entsteigen. Zauberkraft besitzt der Pumpenreiniger Inox-Cleaner (Hersteller: ReiCo GmbH, Ludwigshafen) nicht, aber äußerst wirksam ist er schon, wie Jürgen Schmitt von der PST Spezialtiefbau Süd GmbH, Augsburg, bestätigt.


Hervorgegangen aus der Preussag Spezialtiefbau GmbH (mit einer kurzen Übergangszeit bei der Babcock Borsig AG), gehört die PST Spezialtiefbau Süd GmbH seit 2002 zur Wolff & Müller Unternehmensgruppe in Stuttgart und bearbeitet von den Standorten in Augsburg, Nürnberg und Frankfurt aus Spezialtiefbauprojekte in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. Mit ca. 100 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro.

 

Der Tiefbau und die Wasserhaltung

Jürgen Schmitt, Bauleiter Wasserhaltung bei diesem Spezialtiefbau-Unternehmen, ist verantwortlich für über 300 Unterwasserpumpen der unterschiedlichsten Kaliber (die Kapazitäten reichen von 8 bis 125 m³/h) und Hersteller (Grundfos, Lowara, KSB). Deren Aufgabe ist bei den zum Teil recht komplexen Tiefbauvorhaben von höchster Wichtigkeit: Sie sind für die Wasserhaltung zuständig, also die zur Durchführung eines Bauvorhabens künstliche Trockenlegung einer Baugrube. Dazu zählt nicht nur das Sammeln und Abpumpen von eindringendem Oberflächenwasser, sondern oft genug auch das Absenken des Grundwasserspiegels. Versagten diese Pumpen, liefe in kürzester Zeit die Baugrube voll Wasser; der finanzielle Schaden wäre enorm.

Kein Wunder also, dass Schmitt ‚seine’ Pumpen sorgsam pflegt und in Schuss hält. „Wenn eine Pumpe nach sechs Monaten oder noch längerem Dauerbetrieb zurück kommt, muss sie zunächst einmal auf den Leistungs-Prüfstand.“ Dort wird der Ist-Zustand von Förderhöhe und Förderleistung mit dem ehemaligen Soll-Zustand verglichen. Erreicht die Leistung der Pumpe weniger als 70 %, wird sie entweder gleich verschrottet (hauptsächlich die kleineren Pumpen – hier lohnt keine Aufarbeitung); oder man zerlegt das Aggregat fachgerecht, um schadhafte Hydraulikteile auszutauschen. Liegt der Wirkungsgrad über jener Schallgrenze von 70 %, wird die Pumpe durch eine Intensiv-Reinigung auf Vordermann gebracht.

 

Pumpen Spülstand
Prüfdiagramm der Pumpe

Warum der Wirkungsgrad überhaupt sinkt, ist leicht erklärt: Die Pumpe verschmutzt durch Ablagerungen von natürlichem Eisenschlamm (Ocker), Kalk, Rost und Zunder. Vor allem Ocker macht der Hydraulik zu schaffen: In Verbindung mit Luftsauerstoff werden Teile des im Grundwasser enthaltenen zweiwertigen Eisens zu dreiwertigem Eisen aufoxidiert – Eisenhydroxid-Verbindungen fallen aus und führen zur Verschlammung der Pumpe. Das hat gravierende Folgen: Aufgrund der Ablagerungen nimmt die Leistung der Pumpe kontinuierlich ab, die zugeführte Energie wird immer schlechter genutzt. Nur wenige Prozentpunkte Verlust an Wirkungsgrad ergeben aber über die Laufzeit der Pumpe hochgerechnet ein Mehrfaches der Investitionskosten. Schnell wird eine an sich problemlos funktionierende Unterwasserpumpe dann zur Energie- und damit Kostensenke! Neben dem Kosten- und Umweltaspekt ist eine Reinigung aber vor allem deshalb unerlässlich, um den erforderlichen Pumpendruck bzw. die gewünschte Förderleistung wieder bereit zu stellen.

 

Pumpenreinigung im Bypass-Verfahren

Bislang war das bei der PST Süd eine langwierige, für das Personal zudem unangenehme Prozedur, so Jürgen Schmitt: „Die Pumpe wurde zerlegt, das dauerte so zwischen 4 und 5 Stunden. Dann säuberten unsere Leute die verunreinigten Hydraulikteile mit Salzsäure – eine nicht ganz ungefährliche, auf jeden Fall aber sehr unangenehme und schmutzige Arbeit.“ Hinzu kommt der Kostenaspekt: 5 Stunden Arbeit à 45 Euro summieren sich auf 225 Euro pro Pumpe, zu addieren sind noch die Kosten für die Salzsäure sowie deren Entsorgungsaufwand.

Vor einigen Monaten erfuhr Schmitt über eine Fachzeitschrift vom Pumpenreiniger Inox-Cleaner: „Der Artikel hat uns so beeindruckt, dass wir kurz entschlossen – wie in dem Text beschrieben - eine entsprechende Anlage zum Bypass-Spülen unserer Pumpen gebaut haben. Dort fördert das Aggregat den Pumpenreiniger im Kreislauf, die Pumpe reinigt sich sozusagen selbst.“ Damit erspart sich PST Süd zum einen das zeitaufwendige Zerlegen der Pumpe; hinzu kommt die sehr gute Reinigungswirkung des Inox-Cleaner: „In nur 30 Minuten ist die Pumpe im Normalfall wieder nahe am ursprünglichen Wirkungsgrad-Bestpunkt. Wir sind echt begeistert von dem deutlich geringeren Aufwand!“

In der Praxis bedeutet das für die Pumpen einen Gewinn an Wirkungsgrad zwischen 10 und 20 Prozentpunkten. Die gute Reinigungswirkung ist nach den Erfahrungen bei PST Süd auch unabhängig davon, ob es sich um eine Gusspumpe oder ein aus Edelstahl gefertigtes Aggregat handelt.

So hat Jürgen Schmitt nach dem Reinigen seiner Unterwasserpumpen nicht nur das beruhigende Gefühl, beim nächsten Einsatz eine wieder ertüchtigte, leistungsfähige Pumpe einsetzen zu können; hinzu kommt die Gewissheit, nur soviel an Energie zum Betrieb der Pumpen einsetzen (und bezahlen) zu müssen, wie unbedingt notwendig ist.

Hier eine Grundfospumpe vor und nach Spülen mit Inox-Cleaner ®

 

Inox-Cleaner vielseitig einsetzbar

Die hier am Beispiel von Unterwasserpumpen vorgestellten Vorteile einer intensiven Reinigung gelten im übrigen auch für andere industriell genutzten Standard-Kreiselpumpen und -Verdrängerpumpen: Eine saubere Hydraulik erhöht den Wirkungsgrad, unterstützt die Verfügbarkeit und optimiert die Gesamtkosten. ReiCo-Geschäftsführer Werner Häßler : „Gute Ergebnisse mit dem Pumpenreiniger Inox-Cleaner hat beispielsweise ein Verarbeiter von extrem hochviskosen Medien aus der Zement-Industrie gemacht, ebenso ein Anbieter von Hebeanlagen. Und auch beim Abreinigen von Plattenwärmeaustauschern sind die ersten Ergebnisse mehr als ermutigend. “

Fazit: Regelmäßig einer vorsorgenden Wartung unterzogene und (mit Hilfe einer sauberen Hydraulik) nahe des Wirkungsgrad-Bestpunktes betriebene Industriepumpen zeichnen sich durch besonders günstige Lifecycle-Kosten aus. Nebenbei bemerkt: Regelmäßige Wartung bedeutet auch, dass die Pumpe weniger belastet wird und insgesamt länger hält. „Wer seine Pumpe so lange in Betrieb hält, bis zum Beispiel aufgrund von Ocker oder Kalk kaum noch Druck aufgebaut wird bzw. kaum noch Leistung erbracht wird, läuft Gefahr, dass dann auch Lager beschädigt werden oder Spaltspiele irreversibel groß werden,“ so Werner Häßler. Es spricht also vieles für eine Intensiv-Reinigung mit dem Pumpenreiniger Inox-Cleaner: Der Jungbrunnen für Pumpen aller Art.